Natürliche Verhütung oder natürliche Fruchtbarkeitssteigerung?
Die wenigsten Frauen haben wirklich jeden Tag Sex. Und auch wenn das so wäre, könnten sie nicht an jedem Tag in ihrem Monatszyklus schwanger werden. Warum also sollen sie jeden Tag die Anti-Baby-Pille einnehmen? Wenn sie auch auf andere Methoden der Empfängniskontrolle verzichten möchten, also sich auch gegen die Spirale oder Kondome entscheiden, gibt es noch die natürliche Verhütung, oft auch natürliche Familienplanung genannt.
Die Methoden basieren vor allem darauf, dass der Körper der Frau im Zyklus gewisse, wenn auch leichte, Veränderungen durchmacht, die sich mit etwas Übung deuten lassen, so dass die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage bestimmt werden können.
Wer einen sehr regelmäßigen Zyklus hat, kann freilich meist schon mit einem einfachen Eisprungrechner fruchtbare Tage und unfruchtbare Tage im Zyklus berechnen lassen. Das ist wesentlich einfacher, als jeden Tag die Basaltemperatur zu messen oder die Konsistenz des Zervixschleims zu beurteilen.
Diese Eisprungrechner berechnen den Eisprung und die fruchtbaren Tage nach der Faustformel, dass der Eisprung üblicherweise 12 bis 16 Tage vor dem Einsetzen der Periode stattfindet. Voraussetzung für ein halbwegs zuverlässiges Ergebnis ist aber ein regelmäßiger Zyklus.
Anspruchsvoller, mit viel Konsequenz durchgeführt aber auch genauer, ist eine Methode, die die Basaltemperatur (die an jedem Tag zur gleichen Zeit noch vor dem Aufstehen gemessen werden muss) und die Konsistenz des Zervixschleims auswertet. Beide Faktoren ändern sich im Laufe des Monatszyklus, so dass nach einigen Monaten festgestellt werden kann, wann im Zyklus die fruchtbaren Tage sind.
Je nachdem ob die Methode zur Verhütung verwendet wird, oder um die Chance einer Empfängnis zu maximieren, können dann entweder Kondome verwendet werden, oder aber das Paar gibt sich in dieser Zeit besonders viel Mühe, um ein Kind zu bekommen …
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